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Mucke am Mittwoch - Skunk Anansie (Hedonism)

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  Eine(r) der Gründe, warum ich mit 16 etwa nur 3 mm lange Haare hatte.

Die Blenderin I

Sie jammerte immer, dass sie zu wenig Zeit hatte – für sich, für das Schreiben und überhaupt. Aber wenn sie eine richtige Schriftstellerin wäre, eine die ohne das Schreiben nicht leben konnte – würde sie dann nicht schreiben? Und zwar in jeder Minute, die frei war von Verpflichtungen? Stattdessen halste sie sich weitere Aufgaben auf – zu Hause oder im Büro. Was stimmte nicht mit ihr? Wollte sie denn gar nicht schreiben? Doch, sie wollte schon. Wenn sie es tat, war sie glücklich. Glücklich über die Wörter, die sich zu Sätzen und Absätzen formten und neue Welten entstehen ließen – Welten, die es vorher noch nicht gegeben hatte. Und doch – warum nutzte sie nicht die Wartezeit Zuhause bevor sie ins Theater ging, um ein paar Sätze, Absätze und Welten zu schreiben? Warum lag sie lieber auf dem Sofa und sah einer 350 kg schweren Frau im Fernsehen beim Abnehmen zu? Sie war keine Schriftstellerin, sie war eine verdammte Blenderin.

Der Zahn II

Sie hatte Abitur und sie hatte studiert. Informatik, nebenbei noch Mathematik. Sie glaubte an die Naturgesetze, daran, dass man jede Frage mit einer Formel lösen konnte. Sie hatte nichts übrig für Religion oder Aberglauben, denn alles ließ sich logisch erklären. Und doch, jetzt stand sie hier auf dieser Brücke. In der Hand hielt sie jenen Zahn, den man ihr vor einer knappen Woche gezogen hatte. Die Kastanienbäume, die die Isar säumten, färbten sich langsam golden und rot, jetzt am späten Nachmittag standen sie wie in Flammen. Hinter ihr rauschte der Verkehr, ab und an rumpelte auch eine Tram vorbei. Ein Radler fuhr so dicht an ihr vorbei, dass sie den Lufthauch spürte. Trotz des Trubels war genau das hier der richtige Platz, das wusste sie. Sie trat noch einen Schritt näher an die Brüstung, spürte das raue Mauerwerk an ihrem Bauch. Sie holte weit aus und warf den Zahn in Isar.

Mucke am Mittwoch - London Grammar - Hey now

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  Hoffentlich gibt es bald ein neues Album... Und eine Tour!

Der Zahn I

Erst war es nur ein kleiner Eiterpickel am Zahnfleisch. Kam einen Tag, ging über Nacht. Dann hatte sie einen Monat Ruhe. Schließlich tauchte der Pickel wieder auf. Kam einen Tag, ging über Nacht. Doch statt ihr wieder einen Monat Pause zu gönnen, kam der Pickel nun in Abständen von drei Tagen. Die Wange wurde an der Stelle dicker und inzwischen schmerzte es. Sie traute sich schon gar nicht mehr hinzufassen. Aber zum Zahnarzt ging sie nicht. Was würde der wohl tun? Den Zahn ziehen, ganz klar. Aber sie hatte solche Angst davor, dass sie wartete und wartete und erst als ihre Backe so dick war als hätte sie sich einen Golfball in die Mund gesteckt, betrat sie die Zahnarztpraxis. Und der Arzt schnallte sie an einen Stuhl und mit einer riesigen Zange entfernte er den Zahn und Blut und Eiter spritzten bis zur Zimmerdecke. Zumindest erzählte sie das am Abend ihren Katzen.